ExLibris
Grünschnabel
Dabei seit: 20.11.2007
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Herr der Ringe hat neue Maßstäbe gesetzt! Bis jetzt das Beeindruckendste was ich je auf Leinwand gesehen habe.
Und das ist vorallem Peter Jackson zu verdanken, der nicht nur ein Buch verfilmt hat, sondern der daraus eine persönliche Sache gemacht hat. Diese Filme sind mit Herz und Leidenschaft und mit viel Respekt vor der literarischen Vorlage gemacht. Und das hat man sofort gemerkt. Einigen ist er mit seiner Besessenheit und seiner fast schon fanatischen Art vielleicht auf die Nerven gegangen, dieser komische, dicke, unrasierte Mann, den vorher noch nie jemand gesehen hat. Aber ohne Jackson wäre HdR nicht das Film-Event geworden, als das er in die Geschichte eingegangen ist.
Von denen, die die Bücher vorher gelesen hatten, wurde der Film anerkennend aufgenommen. Und nicht wenige sind sogar der Meinung, der Film ist dem Buch überlegen. Ich gehöre auch dazu, obwohl ich die Bücher erst danach gelesen habe.
Das Buch hat erzählerisch soviele Defizite, dass ich mich frage, ob Tolkien seinen Status als "Fantasy-Gott" überhaupt verdient hat. Oder ob der Name nicht erst durch Hollywood so hochstilisiert wurde.
Erst Peter Jackson hat dieser Geschichte Leben eingehaucht! Wunderschöne Bilder, Landschaften, Musik. Die Charaktere haben durch ihn überhaupt erst Herz bekommen. Etwas zu dem Tolkien nicht fähig war. Er hätte seine fantastischen Ideen (die sind sein wahres Meisterwerk!) jemanden verkaufen sollen, der das Buch für ihn schreibt.
Alle "Möchte-gern-Literaten" müssen natürlich behaupten, dass kein Film besser sein kann als das Buch, nur der Autor hat sämtliche Anerkennung verdient. Weil die Verfilmung durch die notwendigen Kürzungen meist zu einer Ver-fälschung wird. Das Filmformat ist unwürdiger, oberflächlicher und kann niemals 100% der Vorlage wiedergeben. Meistens stimmt das auch! Aber HdR hat das Gegenteil bewiesen. Der Geschichte wurde nichts weggenommen, im Gegenteil, sie hat dazugewonnen!
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